Der Irak besitzt die weltweit 3. größten Ölvorkommen. Davon liegen in der Autonomem Region Kurdistan schätzungsweise 45 Milliarden Barrel Öl. Damit liegt mal weltweit auf Rang 6. Eines der größten Ölfelder der Welt ist das Kirkuk Ölfeld mit ca. 16 Milliarden. Barrel.
Diese Ölvorkommen sind auch Grund für den jahrelangen Streit zwischen der kurdischen Regionalregierung und der Zentralregierung in Bagdad. Die kurdische Regierung hat seit 2003 mit 24 westlichen Ölgesellschaften (u.a. DNO ASA, Genel Enerji, Heritage Oil, KNOC, MOL, Dana Gas, OMV, Hunt, WesternZagros Resources, Addax Petroleum, Gulf Keystone Petroleum, Vast Exploration, Groundstar Resources, Talisman Energy, Niko Resources) Verträge zur Erforschung und Ausbeutung von Ölfeldern geschlossen.
Bagdad sah diese Verträge als illegal an und erteilte keine Genehmigung zur Förderung und zum Export des Öls. Am 8. Mai 2009 erteilte dann die Regierung in Bagdad aber diese Genehmigung zum Export von kurdischen Öl. So sollen ab dem 1. Juni 2009 60.000 bopd vom Tawke Feld über Pipelines zum am Mittelmeer gelegenen Ölverladehafen nach Ceyhan in der Türkei fliessen. Ende Juni 2009 soll dann auch der Export vom Taq Taq Feld mit 40.000 bopd beginnen. Den Verkauf nimmt die staatseigene "State Oil Marketing Organization" (SOMO) in Bagdad vor.
Anfang Mai 2009 vermeldete Heritage Oil den Fund eines gewaltigen Ölvorkommens. Die 710 m dicke ölführende Schicht beinhaltet zwischen 2,3 und 4,2 Milliarden Barrel Öl. Das Tawke Feld wird von DNO entwickelt. Genel Enerji (Türkei) und Addax Petroleum (Kanada) betreiben das Taq Taq Feld. Ende 2009 soll die Exportmenge von diesen beiden Feldern bei 250.000 bopd liegen.
Am 17. Mai 2009 erwarben die österreiche OMV und die ungarische MOL Anteile an den Gasfeldern Khor Mor und Chemchemal. Ab 2014-15 sollen aus diesem Feldern täglich 3 Milliarden Kubikfuß Gas nach Europa strömen. OMV und MOL sind Anteilseigner an der in Planung und Bau befindlichen Nabucco-Pipeline.
Mit diesen Exporten hätte die Regierung eine sichere Einkommensquelle, die das wirtschaftliche Rückgrat eines kurdischen Staates bilden kann.