Es gibt neu fertiggestellte Autobahnen im Kurdistan-Irak. Demnächst wird eine weitere Autobahn zwischen Dukan und Sulaiymaniyya gebaut werden. Die Kanalisation in den Städten Arbil und Sulaiymaniyya werden weiter ausgebaut. Wasseraufbereitungsanlagen werden gebaut.
Kheder Pishdery vom kurdischen Büro für auswärtige Beziehungen bestätigt, dass staatliche Projekte im dreistelligen Millionenbereich zur Vergabe anstehen. Der stets tadellos gekleidete Mann umgarnt Investoren in feinstem Oxford-Englisch: "Deutsche können ohne vorab beantragtes Visum einreisen. Unser Investitionsgesetz schreibt keine lokalen Teilhaber vor, es winken zehn Jahre Steuerfreiheit, Ausländer können Grundstücke erwerben und Kapital zu 100 Prozent in ihr Land zurückführen."
Gemeinsam mit den Amerikanern erschließen die Norweger neue Ölfelder. Ein britisch-schwedisches Konsortium baute die Landebahn. Die holländische Regierung gibt seit Januar Zuschüsse für Investitionen im irakischen Kurdistan.
ABB Mannheim, die Tochter des schweizerischen Konzerns ABB, baut an einem Stromwerk im zweieinhalb Autostunden entfernten Dohuk. In Erbil soll nächstes Jahr die Kanalisation saniert und ausgebaut werden - ebenfalls mit deutscher Beteiligung, wie Oberbürgermeister Kodscha verrät. Und zwischen Erbil und Suleimanija entsteht ein Krankenhaus unter dänisch-deutscher Ägide. "Wir können doch nicht warten, bis der Zug gänzlich abgefahren ist", sagt ein deutscher Firmenvertreter in Ain Kawa.
Die Kurdische Autonome Region verfügt über zwei internationale Flughäfen:
Internationale Flughafen Hawler
Das kurdische Ministerium für Wasserressourcen plant den Bau von fünf großen Dämmen in der Föderalen Region Kurdistan-Irak. Derzeit werden die Konstruktionspläne angefertigt