Da der Abzug der US-Truppen aus dem irakischen Städte enger zieht, Kurden und Arabern in der Stadt Mosul sind zunehmend besorgt über die Möglichkeit einer späteren Auseinandersetzungen zwischen kurdischen Truppen und die irakische Armee.
Einer der immer heißer werdenden "Hotspots" ist die mehrheitlich arabische Provinz Ninewah. In nicht weniger als sechs ihrer neun Distrikte gibt es umstrittene Gebiete.
In Ninewah wird über die Zugehörigkeit einiger mehrheitlich von Kurden (Muslimen und Yeziden), Christen und Shabak bewohnten Distrikte bzw. Unterdistrikte wie Sinjar, Shekhan, Telkaif, Karaqosh, Zammar, Bahshiqa, Aski Kalak gestritten. Muslimische und yezidische Kurden sowie eine große Mehrheit von Christen und Shabak befürworten einen Anschluss ihrer Siedlungsgebiete an Irakisch-Kurdistan. Bei den Provinzwahlen Ende Januar 2009 haben diese Volksgruppen mit großer Mehrheit die pro-kurdische Liste "Brüderlichkeit für Niniveh" gewählt. In der Gesamtprovinz gewann jedoch die "Al Hadaba-Liste", ein Sammelbecken radikalislamischer, arabisch-nationalistischer Gruppen. Eine Zusammenarbeit im Rat war bisher unmöglich.
Die kurdische Bruderschaft List, den zweiten Platz bei der Wahl und gewann über 25 Prozent der Stimmen, kündigte einen Boykott und drohte mit der Anlage kurdischen Gebieten Mehrheit der kurdischen Region, es sei denn, die Hadba Liste erneut seine Entscheidung ändert.
Inzwischen hat die Liste Hadba gefordert, dass die kurdische Truppen aus Ninive zurück ziehen um die Grenzen der Provinz Ninive, wie sie vor 2003.