developed by Anwardesgin    druckversion   
Erbil-Hauptstadt > Politik > Internationale Beziehungen > Beziehung zum Syria

Einig gegen Kurdistan

Nawroz in SyrienDer Feind von gestern ist der Verbündete von heute. Für die Türkei war der südliche Nachbar Syrien lange Jahre ein Gegner, gegen den hin und wieder sogar Panzer aufgeboten wurden. Doch jetzt besucht der syrische Staatschef Baschar al Assad als erster Präsident seines Landes die Türkei.

Beide Staaten haben ihre gemeinsamen Interessen in der Region entdeckt. Besonders das Autonomiestreben der Kurden im Irak lässt die Nachbarn zusammenrücken: Ankara und Damaskus wollen einen Kurdenstaat im Kurdistan-Irak verhindern.

Noch vor einigen Jahren fuhren türkische Panzer an der Grenze zu Syrien auf, um Damaskus zu zwingen, den kurdischen Führer Abdullah Öcalan aus dem Land zu werfen. Unter dem türkischen Druck musste Öcalan Syrien verlassen, kurze Zeit später wurde er vom türkischen Geheimdienst gefasst. Doch die Probleme der Vergangenheit seien überwunden, sagte Assad nun. In Interviews mit türkischen Medien sprach er von einer "super Zusammenarbeit"

Ein Kurdenstaat sei für Syrien wie für die Türkei eine "rote Linie", bei der die Toleranz aufhöre. Darin sind sich nicht nur Syrien und die Türkei einig, sondern auch Iran, der dritte Anrainer des Kurdistan-Irak. Alle drei Staaten haben eigene kurdische Bevölkerungsanteil.

Assad-Ordugan